Fenster abdichten und Energie sparen (Tipps für den Winter)

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter und der erste Schnee fällt:
Spätestens jetzt sollten Hauseigentümer und Bewohner von Wohnungen Fenster & Türen auf Dichtheit prüfen und bei Bedarf aktiv handeln. Insbesondere deshalb, weil die Energiekosten im Laufe der letzten Jahre immer weiter gestiegen sind, lohnt es sich, durch einige einfache Maßnahmen, Heizenergie und somit bares Geld zu sparen.

Credits: Creative Commons/www.fotopedia.com

Inzwischen gehört in unseren Breitengraden Isolierverglasung, die eine Wärmeableitung nach außen vermeidet, zum Standard. Trotzdem kann bedingt durch die Bauweise eines Fensters nicht vermieden werden, dass kalte Luft ins Innere des Hauses bzw. der Wohnung zieht. Um dies zu fühlen reicht in der Regel ein einfaches Vorhalten der Finger bei Eintreten der ersten Minusgrade.

Eine effektive Lösung bietet Tesa Isolierband, das seit Jahrzehnten der Klassiker für das Abdichten von Fenstern ist. Die Breite der Fensterritze  ist für die Wahl des Produkts entscheidend. Bei Spalten zwischen 1,0 bis 3,5mm ist ein Band aus Schaumstoff die erste Wahl; bei Spalten zwischen 2,0 und 5,0mm sollte man sich für die Variante aus Gummi entscheiden:

Isolierband für Spalten von 1-3,5mm

Isolierband für Spalten von 2-5mm

Wichtig: 2mm ist in Bezug auf Fensterritzen verdammt viel. Bevor also gleich einen großer Vorrat der Kunststoff-Variante für alle heimischen Fenster im Baumarkt seines Vertrauens gekauft wird, sollte eine Testrolle erworben werden, um zu prüfen, ob das Material für zu Hause geeignet ist. Hier besteht ein extremes Fehlkaufrisiko! ;-)

Die Montage gestaltet sich bei beiden Isolierbändern kinderleicht. Da sie auf der Rückseite selbstklebend sind, einfach die Schutzfolie abziehen und in die vorher gereinigten Fensterrahmen kleben.

Zugluft an Innentüren zu Räumen, die über keine Heizung verfügen, also Keller- bzw. Bodentüren oder auch die eines Windfangs, kann man mit (hässlichen aber effektiven) “Türbodendoppeldichtungen” vermeiden. Schöner sind allerdings klassische “Zugluftstopper“, die man farblich dem Interieur anpassen kann…

Türbodendoppeldichtung

 

Zugluftstopper

Begabte Hausfrauen können so etwas auch einfach selbst nähen (siehe Anleitung).

Ich bin gespannt, ob sich bei euch nach der Montage ebenfalls positive Effekte bei den Heizkosten ergeben und freue mich über zahlreiche Kommentare :-)

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So geht’s: Facebook Privatsphäre schützen

Heute möchte ich euch etwas über die benutzerdefinierten Privatsphäre-Einstellungen von Facebook erzählen, da die Facebook-Standardeinstellungen nicht wirklich dem Anspruch gerecht werden, den ich an ein Netzwerk habe, in dem ich teilweise sehr private Dinge verbreite. Ich persönlich möchte sicherstellen, dass diese Informationen nicht über mein direkt freigegebenes Kontakt-Netzwerk hinweg verbreitet werden und nur die Menschen Einblick in mein Leben erhalten, die ich aktiv als Kontakt freigegeben habe.

Zuerst müssen wir den Bereich der “Privatsphäre-Einstellungen” öffnen. Diesen findet ihr oben rechts im Menüpunkt “Konto”.

Anschließend landet ihr auf der Übersichtsseite, auf der ihr die Möglichkeit habt, unter den vier vorgegebenen Einstellungen von Facebook zu wählen: “Alle”, “Freunde von Freunden”, “Nur Freunde” und “Empfohlen”. Wir möchten heute allerdings keinen Standard sondern selbst bestimmen, wer welche Dinge sehen darf. Also klicken wir in der Mitte der Seite auf “Benutzerdefinierte Einstellungen” um ein Feintuning vorzunehmen.

1. “Dinge, die ich teile”

In diesem Abschnitt wird geregelt, wer das, was ihr bei Facebook postet, lesen darf. Ich habe hier bei den meisten Dingen entschieden, dass “Nur Freunde” das sehen können, was ich veröffentliche.

Bei “Orte, die ich besuche” definiert ihr, wer sehen darf, wo ihr seid, wenn ihr Facebook Places nutzt, um euch in einer Location einzuchecken. Da ich recht viele Kontakte habe und sicherstellen will, dass ich am Abend nicht in eine ausgeräumte Wohnung komme ;-)

Außerdem möchte ich nicht bei fremden Facebook-Nutzern, die sich in der gleichen Location wie ich einchecken, als “jemand, der auch gerade da ist” angezeigt werden. Dafür habe ich den betreffenden Haken entfernt. Die Leute, die ich nicht kenne, brauchen mich auch nicht in irgendwelchen Übersichten zu sehen.

2. “Dinge, die andere Personen teilen”

Im zweiten Abschnitt lege ich fest, wer Beiträge von mir kommentieren und wer an meine Pinnwand posten kann. Letztendlich darf jeder, den ich in den Kontakten habe und der/die lesen darf, was ich gerade mache, auch Kommentare schreiben. Außerdem sollen mir diese auch kurze Dinge auf die Pinnwand posten können, um eine Diskussion zu ermöglichen oder einfach einen Gruß dazulassen. Sollte jemand dieses Entgegenkommen missbrauchen und Mist oder Spam verbreiten, fliegt er/sie sowieso aus meinem Netzwerk.

Spannend sind die beiden Punkte “Fotos und Videos, in denen ich markiert bin” und “Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde”.

Bei “Fotos und Videos, in denen ich markiert bin” sollte jeder von euch selbst entscheiden, ob dies genehmigt werden soll oder nicht. Ich mag es zum Beispiel, mich durch die Fotogalerien von Freunden zu klicken und mir Fotos anzuschauen, auf denen sie verlinkt sind; ein Kumpel von mir mag dies beispielsweise überhaupt nicht, da er nicht sonderlich fotogen ist ;-)

Bei “Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde” könnte euch irgendein Spaßvogel in einem zwiespältigen Etablissement einchecken; also dies am besten von vornherein unterbinden und abstellen ;-)

3. “Kontaktinformationen”

Extrem wichtig finde ich, wer direkte Kontaktinformationen von mir sehen darf: Da meine E-Mail Adresse und IM-Nutzernamen (z.B. Skype, MSN & Co) keinen wirklichen Schutzbedarf haben und ich außerdem möchte, dass man mich im Fall der Fälle auf dem Firmen-Handy kontaktieren darf, habe ich diese Daten freigegeben.

Ich möchte allerdings nicht, dass jemand meine Festnetznummer, Anschrift und meine weiteren E-Mail Adressen einsehen kann, die ich bei Facebook hinterlegt habe, um sicherzustellen, dass mich auch jemand von “früher” über diese bei einem Adressbuch-Abgleich findet.

Hier gilt das Motto “Weniger ist mehr”, da es genug Spinner auf dieser Welt gibt, die sich zu Stalkern entwickeln können; auch wenn ich bei der Bestätigung eines Kontaktes nur die Leute bestätige, mit denen ich bereits persönlich zu tun hatte. Allerdings kann man sich im Internet niemals sicher sein, dass sich hinter dem Namen des besten Freundes oder der besten Freundin auch wirklich die Person steckt, von der man es meint. Sicher ist sicher…

Ich hoffe, dass ich mit meinen Einstellungen etwas helfen konnte, über eure Datensicherheit nachzudenken und ihr die eine oder andere Anpassung bei Facebook vorgenommen habt. Fakt ist, es gibt viel zu viele Spinner im Netz und wer über Sein Handeln nachdenkt und mit Bedacht entscheidet, kann sich bestmöglich gegen das Ausspähen von Daten, Interessen, Vorlieben und gegen Cyberstalking schützen.

Ich freue mich auf euer zahlreiches Feedback :-)

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Erste “Ignite” Hannover – i like :-)

Letzte Woche Mittwoch fand in Hannover die erste “Ignite” Veranstaltung statt, ein relativ neues Vortragsformat, dass sich seit 2006 beständig rund um den Globus verteilt hat.

Bei “Ignite” handelt es sich um powerpointgestützte Kurzvorträge mit 20 Folien, bei denen die Slides unaufhaltbar alle 15 Sekunden wechseln. Trotz der relativ einfachen Regel ist es nicht einfach, eine spannende Präsentation hinzulegen. Hier einige Punkte, die mir aufgefallen sind.

Äußerst positiv war vor allem die Organisation durch Jens Hansen vom Coworkingspace Hannover in Kooperation mit Hannover Impuls: Die Location und das Drumherum waren 1A durchorganisiert, was man leider nicht von allen Veranstaltungen in unserer schönen Landeshauptstadt behaupten kann. Die Anzahl der Gäste war perfekt auf die Größe der Location abgestimmt; selbstverständlich gab es Softdrinks, Nüsschen und Beck’s for free :-) Ein Team von LiveimNetz.de hat den Abend mit drei Kameras aufgezeichnet und wird das Ergebnis voraussichtlich ab Freitag “live im Netz” bereitstellen.

Themenmäßig war für viele Geschmäcker etwas dabei. Auch wenn die eine oder andere Präsentation mich nicht direkt interessiert hat, so weiß man doch als Gast, dass das (Achtung Ironie!) “Leiden” spätestens nach 5 Minuten vorbei ist und zum nächsten Thema gewechselt wird ;-)

Wichtig ist, dass man sich bei den Slides ausschließlich auf Key-Visuals konzentriert, die die eigene Präsentation unterstützten. Aufgrund der wirklich sehr kurzen Zeit darf man den Zuhörer nicht mit (sichtbaren) Inhalten überfordern sondern hat gar keine andere Möglichkeit, als mit seinen Worten und sich als Person zu begeistern.

Ganz klassisches AIDA: Die volle Aufmerksamkeit des Publikums garantiert das Format ansich. Interesse weckt mit einer geschickten Mischung aus Persönlichkeit, Inhalten und Witz, die sich zu einem Verlangen nach mehr (z.B. in Form von Aufmerksamkeit) entwickeln. Robert Basic in seinem Vortrag “Die Kartoffel” noch geschickt die “Action” in Form von kurzen Publikumsfragen integriert. Der Hammer!

Ich freue mich schon auf die zweite ignite Veranstaltung in Hannover und werde mich definitiv auch einmal als Vortragender versuchen. Bin sehr gespannt, wie der Blick auf das Publikum statt aus dem Publikum heraus sein wird :-)

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Flüge online buchen – wie man es nicht machen sollte…

Heute habe ich über fluege.de vier Flüge nach und ab Hannover buchen wollen. Hintergrund ist der, dass ein Bekannter aus Mallorca kommende Woche für drei Tage und die Woche danach wiederum für drei Tage ins schöne Herz von Niedersachen kommen möchte. Da er derzeit keinen DSL-Anschluss hat, habe ich ihm den vorab geschätzten “minimalen Aufwand” gerne abnehmen wollen und ihm angeboten in meiner Wohnung in Hannover während seines Aufenthalts zu hausen.

Da ich über den Suchbegriff "Billigflieger PMI HAJ" fluege.de unter den Adwords Anzeigen gezeigt bekam und diese beim Preisvergleich mit zwei anderen Diensten am besten abschnitten, habe ich kurzerhand dort gebucht. Wenige Minuten nach Abschicken des Formulars bekam ich die "Buchungsanfrage" direkt per E-Mail bestätigt.

Wiederum ein paar Minuten später folgten die Buchungsbestätigungen der RÜCKflüge. Verwunderung. Die Ernüchterung stellte sich ein, als etwas später dann der sprichwörtliche "Schlag in die Fresse" erfolgte:

Sehr geehrter Herr Glembotzky,

vielen Dank für Ihre Buchungsanfrage 1111xxx/ und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Der Teufel steckt im Detail und leider kann es hin und wieder zu technischen Problemen kommen. Nach den uns vorliegenden Kenntnissen ist leider keine Buchungsanfrage bei der Fluggesellschaft zustande gekommen.
Wir haben aus datenschutzrechtlichen Gründen keinen Zugriff auf die Daten der Fluggesellschaft und müssen Sie bitten, sich selbst an die Fluggesellschaft zu wenden. Sie erreichen sie unter Telefon: 01805 – 737800.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Buchung 1111xxx von Bestand ist.

Wir möchten uns für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Man beachte an dieser Stelle besonders den Satz: Bitte beachten Sie, dass Ihre Buchung 1111xxx von Bestand ist.

Kurz gesagt – ich habe zwei Rückflüge von Hannover nach Mallorca, aber der Reisende kommt nicht einmal her ;o)))

Okay… Da Übermittlungsfehler sind niemals auszuschließen sind, rief ich im fluege.de Callcenter an und fragte höflich nach, ob die Hinflüge nachgebucht werden könnten. Die Mitarbeiterin war sich nach kurzer Schilderung der Problematik bewusst, da dies wohl öfter passiere und viele Kunden darüber verärgert seien, dass es sich a) nicht um verbindliche Buchungen handle und b) Hin- und Rückflug unabhängige Buchungsvorgänge seien.

Oder um es mit den Worten der Mitarbeiterin zu sagen: Herr Glembotzky, ich persönlich würde ehrlich gesagt bei uns keinen Flug buchen… #epicfail Anmerkung: Gestrichen, da nicht nachweisbar und ich keine Abmahnung bekommen möchte ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn: Trotz des freundlichen Angebotes, die Servicegebühr von fluege.de zu erstatten, hat der Verbraucher bei einer geplatzten (sprich: bei der Airline aus sonstigen Gründen nicht mehr verfügbaren) Buchung die A-Karte gezogen und darf sich selber um eine alternative Beschaffung des fehlenden Fluges kümmern. “Billigflieger” können nämlich über den telefonischen Service nicht gebucht werden…..

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Safari Links in Tabs öffnen anstatt in einem neuen Fenster

Der Titel dieses Beitrags sagt alles. Ich habe mich in den letzten Tagen etwas recherchiert, wie ich vermeiden kann, dass in Safari geklickte Links in neuen Fenstern geöffnet werden und stattdessen einfach ein neues Tab anlegen.

Die Änderung dauert nur knapp eine Minute und ist super einfach durchzuführen.

  1. Safari beenden (Apfel+Q)
  2. Terminal öffnen
  3. Folgendes im Terminal eingeben: defaults write com.apple.Safari TargetedClicksCreateTabs -bool true
  4. Terminal beenden
  5. Safari starten
  6. Woozaa! Es geht :-)

Viel Spaß mit diesem Mini Tutorial – ich hoffe, dass es euch genauso geholfen hat, wie mir :-)

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BUZZcamp II – Interviews mit Robert Basic, Florian Fiegel und Michael Mayer

Das BUZZcamp II in Essen war ein voller Erfolg. Obwohl sich viele der Teilnehmer untereinander nicht kannten, klappte die Organisation in Projektgruppen perfekt, so dass wir am Ende des zweitätigen Workshops einen guten Schritt in Richtung BUZZriders Alpha gemacht haben. Es wurden nicht nur theoretische Konzepte erarbeitet, sondern bereits konkrete Strategien entwickelt, wie die Seite von den Inhalten, vom Marketing und auch technisch ausgerichtet werden soll…

Ich freue mich schon auf das nächste BUZZcamp :-)

[vimeo]http://www.vimeo.com/5907624[/vimeo]

[vimeo]http://www.vimeo.com/5907460[/vimeo]

[vimeo]http://www.vimeo.com/5907563[/vimeo]

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BMW Fehler: Keyless-Go OHNE Keyless-Go

Neulich bei Thomas – ein lustiger “Bug” seines BMWs…

BMW: Keyless Go OHNE Keyless Go ;-) from Rene Glembotzky on Vimeo.

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FONIC Surfstick Unboxing Video

Heute morgen kam das Paket von trnd.com für meinen 20 Tage Test des Fonic Surfsticks. Da ich die Unboxing Videos vom Netbookblog so cool finde, habe ich glatt mal ein eigenes erstellt.

Fonic Surfstick Unboxing from Rene Glembotzky on Vimeo.

Im Paket:
1 FONIC Surf-Stick Paket, bestehend aus: 1x FONIC Surf-Stick, 1x FONIC SIM-Karte, 1x Kurzanleitung, 1 x USB Kabel, 15 x Gratis einen Tag surfen.
Marktforschungsunterlagen.

Zum Weitergeben an Freunde, Bekannte und Kollegen:
20 x 10-Euro FONIC Gutscheine.
20 Infoflyer.

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CompanyKids Hannover: Mit Kind im Regen stehen gelassen. Danke, Frau von der Leyhen…

Ich gebe zu, dass die Überschrift dieses Beitrags doch etwas reißerisch ist, aber der Kausalität nach, ist sie schuld, dass ich mit meinem Kind eingeregnet bin.

Derzeit befinde ich mich auf der Suche nach einem Krippen- bzw. Kindergartenplatz für meinen Junior und war bei Skrabbelt direkt um die Ecke von meiner Wohnung. Sehr praktisch. Die Einrichtung ist eine GmbH, die sowohl städtische Plätze als auch privat getragene Plätze anbietet und hinterlässt im ersten Moment einen Top-Eindruck.

Schon beim Ausfüllen des Anmeldeformulars für einen der “Stadt-Plätze” machte mich die Leiterin darauf aufmerksam, dass die Anmeldung quasi chancenlos sei und ich doch ins Auge fassen sollte, einen der Firmenplätze zu kaufen, da hier noch Kapazitäten frei seien. Die VGH, Sparkasse Hannover und Nord LB seien auch sehr zufrieden… Klar – Geld verdienen wollen wir alle.

Vor dem Fenster des Büros hielt eine schwarze Limousine, aus der zwei Männer mit Headsets ausstiegen. “Frau von der Leyhen kommt gleich zu Besuch, weil wir heute offiziell eröffnen…” Aha. Gut zu wissen, dass Frau von der Leyhen sich die “X” städtischen Plätze anschauen möchte; sie hätte bei ihrer Kinderschaar bestimmt die Möglichkeit, an der Warteliste vorbeitzuhuschen. Neben der Flugbereitschaft der Luftwaffe ein wichtiges Privileg der Minister ;-)

Lange Rede kurzer Sinn: “Hier ist die Karte von unserem Büro, rufen Sie doch mal an und erkundigen Sie sich, was ein privater Platz kostet. Ich muss mich leider entschuldigen…” Und zack, standen Junior und ich alleine im Büro. Okaaaaaaay…. Dann gehen wir mal… Von Frau von der Leyhen noch keine Spur; von jemandem, der uns zum Ausgang begleitet genauso wenig.

Gut ist bei dieser Einrichtung, dass sich die Ein- und Ausgangstür nur über Transponder öffnen und schließen lässt. Im Entrée ging es zu, wie in einem Bienenstock, aber niemand kümmerte sich darum, uns zu verabschieden – geschweige denn, die Tür zu öffnen. Da! Uns hat jemand gesehen! “Ich lasse Sie mal raus, sie können ja später noch einmal kommen oder anrufen. Sie wissen ja, Frau von der Leyhen kommt…”

Tür auf, Bodyguards stellen sich ins Trockene, hinter uns verschließt sich das warme, trockene Hochsicherheits-Gebäude und über uns ergießt sich der Wolkenbruch, der Frau von der Leyhen auf ihrer Reise begleitet, um die Straßen sauber zu haben. Toll.

Schön ist, dass die Trägerin der Kita, die pme Familienservice GmbH, mit dieser Aktion fast alle Leitsätze der Unternehmensphilosophie misachtet hat:

  • Herz und Verstand
  • Professionalität
  • Entwicklung
  • Flexibilität
  • Vertrauen
  • Respekt
  • Vielfältigkeit

Beim Besuch der nächsten KiTa, erinnere ich mich gerne an die Worte von Gisela Erler, der Gründerin von pme Familienservice:

Es sollte eine fröhliche Stimmung herrschen, die Erzieherinnen und Erzieher sollten offen auf Sie und Ihr Kind zugehen und gesprächsbereit sein. Ich empfehle Ihnen, zu kommen, wenn die Kinder da sind, und eine Weile lang einfach nur zuzuschauen: Wie gehen die Betreuungspersonen auf die Kinder zu? Verhalten sie sich einladend, sprechen sie freundlich mit sanfter Stimme, haben sie Blickkontakt zu den Kindern? Was passiert, wenn Kinder weinen – bringen sie den Kindern Respekt entgegen? Wenn Sie diese Fragen mit „ja“ beantworten können und insgesamt die Atmosphäre stimmt, dann ist das mindestens so wichtig wie das Konzept oder die Ausstattung.

Das grenzt alles an blankem Hohn… Ich ärgere mich, und zwar richtig.

Danke, liebe Ursula…

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Developer vs. Designer – UXCamp Berlin 2009

Wie versprochen habe ich meine Präsentation “Developer vs. Designer” vom UXCamp Berlin 2009 bei Slideshare online gestellt. Viel Spaß!

Veröffentlicht unter UXCamp Berlin