So geht’s: Facebook Privatsphäre schützen

Heute möchte ich euch etwas über die benutzerdefinierten Privatsphäre-Einstellungen von Facebook erzählen, da die Facebook-Standardeinstellungen nicht wirklich dem Anspruch gerecht werden, den ich an ein Netzwerk habe, in dem ich teilweise sehr private Dinge verbreite. Ich persönlich möchte sicherstellen, dass diese Informationen nicht über mein direkt freigegebenes Kontakt-Netzwerk hinweg verbreitet werden und nur die Menschen Einblick in mein Leben erhalten, die ich aktiv als Kontakt freigegeben habe.

Zuerst müssen wir den Bereich der „Privatsphäre-Einstellungen“ öffnen. Diesen findet ihr oben rechts im Menüpunkt „Konto“.

Anschließend landet ihr auf der Übersichtsseite, auf der ihr die Möglichkeit habt, unter den vier vorgegebenen Einstellungen von Facebook zu wählen: „Alle“, „Freunde von Freunden“, „Nur Freunde“ und „Empfohlen“. Wir möchten heute allerdings keinen Standard sondern selbst bestimmen, wer welche Dinge sehen darf. Also klicken wir in der Mitte der Seite auf „Benutzerdefinierte Einstellungen“ um ein Feintuning vorzunehmen.

1. „Dinge, die ich teile“

In diesem Abschnitt wird geregelt, wer das, was ihr bei Facebook postet, lesen darf. Ich habe hier bei den meisten Dingen entschieden, dass „Nur Freunde“ das sehen können, was ich veröffentliche.

Bei „Orte, die ich besuche“ definiert ihr, wer sehen darf, wo ihr seid, wenn ihr Facebook Places nutzt, um euch in einer Location einzuchecken. Da ich recht viele Kontakte habe und sicherstellen will, dass ich am Abend nicht in eine ausgeräumte Wohnung komme 😉

Außerdem möchte ich nicht bei fremden Facebook-Nutzern, die sich in der gleichen Location wie ich einchecken, als „jemand, der auch gerade da ist“ angezeigt werden. Dafür habe ich den betreffenden Haken entfernt. Die Leute, die ich nicht kenne, brauchen mich auch nicht in irgendwelchen Übersichten zu sehen.

2. „Dinge, die andere Personen teilen“

Im zweiten Abschnitt lege ich fest, wer Beiträge von mir kommentieren und wer an meine Pinnwand posten kann. Letztendlich darf jeder, den ich in den Kontakten habe und der/die lesen darf, was ich gerade mache, auch Kommentare schreiben. Außerdem sollen mir diese auch kurze Dinge auf die Pinnwand posten können, um eine Diskussion zu ermöglichen oder einfach einen Gruß dazulassen. Sollte jemand dieses Entgegenkommen missbrauchen und Mist oder Spam verbreiten, fliegt er/sie sowieso aus meinem Netzwerk.

Spannend sind die beiden Punkte „Fotos und Videos, in denen ich markiert bin“ und „Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde“.

Bei „Fotos und Videos, in denen ich markiert bin“ sollte jeder von euch selbst entscheiden, ob dies genehmigt werden soll oder nicht. Ich mag es zum Beispiel, mich durch die Fotogalerien von Freunden zu klicken und mir Fotos anzuschauen, auf denen sie verlinkt sind; ein Kumpel von mir mag dies beispielsweise überhaupt nicht, da er nicht sonderlich fotogen ist 😉

Bei „Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde“ könnte euch irgendein Spaßvogel in einem zwiespältigen Etablissement einchecken; also dies am besten von vornherein unterbinden und abstellen 😉

3. „Kontaktinformationen“

Extrem wichtig finde ich, wer direkte Kontaktinformationen von mir sehen darf: Da meine E-Mail Adresse und IM-Nutzernamen (z.B. Skype, MSN & Co) keinen wirklichen Schutzbedarf haben und ich außerdem möchte, dass man mich im Fall der Fälle auf dem Firmen-Handy kontaktieren darf, habe ich diese Daten freigegeben.

Ich möchte allerdings nicht, dass jemand meine Festnetznummer, Anschrift und meine weiteren E-Mail Adressen einsehen kann, die ich bei Facebook hinterlegt habe, um sicherzustellen, dass mich auch jemand von „früher“ über diese bei einem Adressbuch-Abgleich findet.

Hier gilt das Motto „Weniger ist mehr“, da es genug Spinner auf dieser Welt gibt, die sich zu Stalkern entwickeln können; auch wenn ich bei der Bestätigung eines Kontaktes nur die Leute bestätige, mit denen ich bereits persönlich zu tun hatte. Allerdings kann man sich im Internet niemals sicher sein, dass sich hinter dem Namen des besten Freundes oder der besten Freundin auch wirklich die Person steckt, von der man es meint. Sicher ist sicher…

Ich hoffe, dass ich mit meinen Einstellungen etwas helfen konnte, über eure Datensicherheit nachzudenken und ihr die eine oder andere Anpassung bei Facebook vorgenommen habt. Fakt ist, es gibt viel zu viele Spinner im Netz und wer über Sein Handeln nachdenkt und mit Bedacht entscheidet, kann sich bestmöglich gegen das Ausspähen von Daten, Interessen, Vorlieben und gegen Cyberstalking schützen.

Ich freue mich auf euer zahlreiches Feedback 🙂

3 Gedanken zu „So geht’s: Facebook Privatsphäre schützen“

  1. Eine sehr gute Erklärung. Im Grunde sollte sich vor der Nutzung von Facebook jeder mit diesen Einstellungsmöglichkeiten befassen, um zu vermeiden, dass Fremde Informationen bekommen, die sie absolut nichts angehen.

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