Flüge online buchen – wie man es nicht machen sollte…

Heute habe ich über fluege.de vier Flüge nach und ab Hannover buchen wollen. Hintergrund ist der, dass ein Bekannter aus Mallorca kommende Woche für drei Tage und die Woche danach wiederum für drei Tage ins schöne Herz von Niedersachen kommen möchte. Da er derzeit keinen DSL-Anschluss hat, habe ich ihm den vorab geschätzten „minimalen Aufwand“ gerne abnehmen wollen und ihm angeboten in meiner Wohnung in Hannover während seines Aufenthalts zu hausen.

Da ich über den Suchbegriff "Billigflieger PMI HAJ" fluege.de unter den Adwords Anzeigen gezeigt bekam und diese beim Preisvergleich mit zwei anderen Diensten am besten abschnitten, habe ich kurzerhand dort gebucht. Wenige Minuten nach Abschicken des Formulars bekam ich die "Buchungsanfrage" direkt per E-Mail bestätigt.

Wiederum ein paar Minuten später folgten die Buchungsbestätigungen der RÜCKflüge. Verwunderung. Die Ernüchterung stellte sich ein, als etwas später dann der sprichwörtliche "Schlag in die Fresse" erfolgte:

Sehr geehrter Herr Glembotzky,

vielen Dank für Ihre Buchungsanfrage 1111xxx/ und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Der Teufel steckt im Detail und leider kann es hin und wieder zu technischen Problemen kommen. Nach den uns vorliegenden Kenntnissen ist leider keine Buchungsanfrage bei der Fluggesellschaft zustande gekommen.
Wir haben aus datenschutzrechtlichen Gründen keinen Zugriff auf die Daten der Fluggesellschaft und müssen Sie bitten, sich selbst an die Fluggesellschaft zu wenden. Sie erreichen sie unter Telefon: 01805 – 737800.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Buchung 1111xxx von Bestand ist.

Wir möchten uns für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Man beachte an dieser Stelle besonders den Satz: Bitte beachten Sie, dass Ihre Buchung 1111xxx von Bestand ist.

Kurz gesagt – ich habe zwei Rückflüge von Hannover nach Mallorca, aber der Reisende kommt nicht einmal her ;o)))

Okay… Da Übermittlungsfehler sind niemals auszuschließen sind, rief ich im fluege.de Callcenter an und fragte höflich nach, ob die Hinflüge nachgebucht werden könnten. Die Mitarbeiterin war sich nach kurzer Schilderung der Problematik bewusst, da dies wohl öfter passiere und viele Kunden darüber verärgert seien, dass es sich a) nicht um verbindliche Buchungen handle und b) Hin- und Rückflug unabhängige Buchungsvorgänge seien.

Oder um es mit den Worten der Mitarbeiterin zu sagen: Herr Glembotzky, ich persönlich würde ehrlich gesagt bei uns keinen Flug buchen… #epicfail Anmerkung: Gestrichen, da nicht nachweisbar und ich keine Abmahnung bekommen möchte 😉

Lange Rede, kurzer Sinn: Trotz des freundlichen Angebotes, die Servicegebühr von fluege.de zu erstatten, hat der Verbraucher bei einer geplatzten (sprich: bei der Airline aus sonstigen Gründen nicht mehr verfügbaren) Buchung die A-Karte gezogen und darf sich selber um eine alternative Beschaffung des fehlenden Fluges kümmern. „Billigflieger“ können nämlich über den telefonischen Service nicht gebucht werden…..