Organspende – eine schwere aber sinnvolle Entscheidung

Bei uns standen in den letzten Wochen mehrfach von Seiten der Eltern die Themen Patientenverfügung, Todesfall und Erbschaft zur Diskussion, so dass ich mir Gedanken über das Thema Organspende gemacht und etwas zu den Details recherchiert habe.

Hier das Wichtigste in Kürze:

  • Jeder Mensch, der keine HIV Infetion oder bösartige Tumore hat kann Organe spenden.
  • Spendbare Organe: Nieren, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm, Hornhaut der Augen, Herzklappen, Teile der Blutgefäße (Adern) und der Haut, Gehörknöchelchen und Hirnhaut.
  • Zur Organspende kommt es erst nach dem Hirntod. Das bedeutet, dass alle Teile des Gehirns in ihrer Substanz zerstört sind und z.B. auch keine eigenständige Atmung mehr möglich ist.
  • Die Entscheidung, dass der Tod eingetreten ist, treffen immer zwei Ärzte, die unabhängig voneinander untersuchen und das Ergebnis dokumentieren müssen.
  • Es kann differenziert zwischen Hirntod und Koma unterschieden werden. So wird sichergestellt, dass keim Komapatient „geopfert“ wird.
  • Operationen nach dem Hirntod werden wir bei lebenden Patienten durchgeführt, d.h. die Bedingungen bleiben die selben. Es findet also keine „Leichenfledderei“ statt.
  • Jeder Mensch kann frei entscheiden, ob und was er spenden möchte.

Klingt dem Grunde nach sinnvoll, denn ich möchte im „Fall der Fälle“ auch ein Spenderorgan erhalten und nicht jahrelang darauf warten. Also habe ich mich dazu entschlossen, alle Organe unterhalb des Kopfes im Falle des Hirntods zu spenden. Mal sehen, wer aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis demnächst noch nachzieht und sich einen Organspendeausweis zulegt…

 

1 Gedanke zu “Organspende – eine schwere aber sinnvolle Entscheidung”

  1. Vielen dank für den tollen Artikel und die Informationen. Ich finde es wichtig anderen Menschen eine Chance zum Leben zu geben wenn das eigene Leben schon vorbei ist und man die Organe nicht mehr braucht.

    Gruß Anna

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