Tramal (Tramadol) Nebenwirkungen & Entzugserscheinungen

Heute habe ich mich länger mit einem Apotheker über meine Erfahrungen mit Tramal long 100mg unterhalten:

Obwohl ich aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sechs Wochen lang täglich 200mg (morgens/abends) eingenommen habe, hatte ich keinerlei Nebenwirkungen, bin jetzt allerdings schockiert darüber, dass anscheinend eine breite Masse damit zu kämpfen hat und besonders nach dem Absetzen einen „kalten Entzug“ durchmacht.

Nebenwirkungen (Auszug Wikipedia)

Nebenwirkungen wie Schwitzen, Sedierung und Verwirrtheit können auftreten, ebenso wie Schläfrigkeit. In therapeutischer Dosierung hat Tramadol wegen seiner geringen ?-Selektivität keinen beachtenswerten Einfluss auf die Atmung und den Pulmonalarteriendruck. Häufig wird eine starke Übelkeit beobachtet (Kombination mit Antiemetikum empfehlenswert) sowohl bei oraler Gabe, als auch bei zu schneller Injektion. Blutdruck und Pulsfrequenz werden ebenfalls kaum beeinflusst.

Gewöhnung, Abhöngigkeit und Entzugserscheinungen (Auszug Wikipedia)

Eine psychische sowie körperliche Abhängigkeit kann sehr schnell, auch bei kurzfristigem Konsum eintreten. Die Einnahme über einen längeren Zeitraum kann zu einer akkumulierten Freigabe von Dopamin und Noradrenalin führen, sobald das Medikament abgesetzt wird. Dies kann in den ersten zwei bis drei Wochen nach Absetzen zu verstärktem Schmerzempfinden und Unwohlsein führen.

Ihre Meinung ist gefragt!

Ich habe extra für dieses Medikament einen eigenen Beitrag eröffnet, weil mich Ihre Erfahrungen mit dem Medikament und den Nebenwirkungen interessieren und freue mich über einen Kommentar.

Vielen Dank dafür im voraus.

1.560 Gedanken zu “Tramal (Tramadol) Nebenwirkungen & Entzugserscheinungen

  1. Hallo,

    ich hatte nach Meniskus-OP starke Schmerzen, woraufhin ich Tramadoltropfen verschrieben bekommen habe.
    Das war vor fast 3 Monaten.
    Novalgin allein half nicht, also in Kombi mit Tramadol. Vom Novalgin kam eine Allergie, also habe ich das weggelassen.
    Ich nahm ca. 2 Monate die Höchstdosis, allerdings war ich weder benebelt, noch zeigte das Zeug groß Wirkung.
    Die Schmerztherapeutin meinte neulich, mein Körper würde es wohl gleich verstoffwechseln, mit der Dosis sei man nicht so munter und klar.
    Nun meine Frage an euch, kann der Körper trotzdem abhängig sein? Ich habe runterreduziert auf 2×tägl. 15 Tropfen, will das Zeug nicht mehr nehmen. Schaff ich das alleine?

  2. Nach über 15 Jahren Einnahme von Tramal 50 mg 4bis 5 Kapseln pro Tag habe ich. vor 14 Tagen „kalt entzogen“, jetzt zeigt sich, starker Schüttelfrost, migräneartige Kopfschmerzen, starkes Herzklopfen, leichte Sprachschwierigkeiten, Verwirrtheit, extrem starke Verstopfung mit „starken Darmschmerzen, Schweissausbrüche. Bis auf eine Aerztin im Claraspital Basel, bin ich „nie“ darauf aufmerksam gemacht worden. Will aber jetzt da durch.

  3. Ich habe auch versucht kalt zu entziehen, die Nebenwirkungen waren zu krass, da nehme ich lieber die kleinste mögliche Tablettenmenge 2x 50 mg täglich ein.

  4. Ich nehme Tramadol schon seit fast 10 Jahre und 4× 200mg am Tag würde gerne aufhören habe aber Angst vor dem Entzug ich brauche nur mal etwas später meine Dosis zu nehmen und schon geht es mir richtig Scheisse .

  5. @ Sam
    So einfach aufhören wird nicht gehen, da Du Dich mitlerweile in einer Abhängigkeit befindest!

    Du solltest einen Suchtexperten aufsuchen!

  6. Ich habe Frau und Kind und ich weiss echt nicht weiter ….wie mache ich das und wo finde ich solche Ärzte? Und meinen sie ich müsste eingewiesen werden ? Ich habe null Ahnung wie ich vorgehen soll

  7. Ich habe nach 20 Jahren Tramadol eine 8-tägige Entgiftung im normalen Krankenhaus gemacht. Die ersten Tage zu Hause waren noch anstrengend, aber die Schweren Entzugserscheinungen waren weg. Mir waren 3 Wochen in einer Fachklinik auch zu lange.

  8. Glückwunsch Frau Winter!
    Beschreiben Sie doch mal wie es Ihnen gelang! Kaltentzug?

    Sam , wenn Du hier nachliest merkst schnell, dass so ein Erfolgs-Entzug vielen nicht gelang! Da spielen sehr, sehr viele Faktoren eine Rolle.

    Geh mal über die diversen Suchseiten im www.
    Suche dir einen Schmerzarzt oder Schmerzzentrum.

    http://www.schmerzliga.de

    DRK, Caritas helfen auch weiter.

    https://www.caritas.de/hilfeundberatung

    Das sind Ansätze, weitere musst du selbst suchen!

    Alles Gute!

  9. Hallo Ben!
    Ich wurde im Krankenhaus ziemlich schnell runtergestuft. 1.Tag statt 5×80 Tropfen nur 3×40. Nach drei Tagen 3×20, am 6 Tag 3×10. Am 8. Tag nach Hause.
    Ich habe die ersten Tage Schweißausbrüche und Gelenkschmerzen gehabt und der Blutdruck war hoch. Die Schmerzen waren nach 8 Tagen weg, der Schweiß auch.
    Sonst hatte ich keine Entzugserscheinungen.
    Zu Hause wirds dann psychisch schwierig. Die psychische Abhängigkeit war inzwischen schlimmer als die physische.
    Ich hatte aber den verzweifelten Wunsch endlich vom Tramadol los zu kommen. Das hat mir geholfen. Der Wille war mir hilfreich.

    Mir gehts jetzt nach 10 Wochen super gut. Ich wünsche allen die aufhören wollen viel Kraft

  10. Hallo Christel,

    hast Du zuvor auch Tramadol in Tropfenform 20 Jahre lang eingenommen?

    Ich habe dies auch versucht, sogar in einer speziellen Klinik, dies ist jedoch nicht gelungen, da ich zuvor Tramadol-Retard-Tabletten eingenommen hatte und da war der „Tropfenentzug“ eh verkehrt gewesen!

    Mein Wille ist so was von HOCH, jedoch ist bisher leider alles fehlgeschlagen!
    Ich habe es alleine daheim hinbekommen von knapp 1000 mg Tramadol-Retard-Tabletten auf 100 mg runter zukommen. Kleiner gehts auch nicht in Tablettenform!
    Aber weiter pack ich es nicht, trotz Wille 😉

  11. Hallo Ben,

    ich nehme an harten Tagen bis zu 5 mal Tramal (Tabletten), in etwa so: 4 Tab. a 200mg
    erste Einnahme 2-3 Stunden später nochmal 4 Tab. 3 x200 mg und 1 x100 mg zeite Einnahme, wieder 2-3 Std später nehme ich dann noch einmal 2 x 200 und 1 x 100 mg 3. Einnahme und wenn es sehr starke Schmerzen sind bis zu weiteren 2 Einnahmen zu je 2 x 200 und 1 x 100 mg. Ich will auch davon abkommen und habe es auch schon einmal geschaft, damals habe ich von Tropfen entgiftet. Jetzt habe ich an einigen Tagen so wenig Schmerzen, dass ich denke warum soll ich dann die Tab. nehmen, aber ohne kommen die Entzugserscheinungen. Also mache ich folgendes, ich dosiere die Tab. runter und bin nach ca. 10 Tagen auf etwa 2 mal 2 Tab. a 200mg, ich habe dabei auch keine Entzugserscheinungen. Weiter bin ich bisher noch nicht gekommen, da dann immer wieder die starken Schmerzen kommen und die kann ich ohne die hohe Einnahme nicht aushalten und alles beginnt von vorn. Jetzt aber zu dem was ich dir sagen wollte, er gibt auch noch Tabletten die nur 50 mg stark sind, damit könntest du es doch noch weiter runter versuchen. Ich habe es bisher aufgegeben mit dem aufhören, die Entzugserscheinungen sind zu groß und der Weg dahin einfach zu lang. Dir aber viel Glück und Durchhaltevermögen!

    Gruß an alle,

    Klaus

  12. hallo Klaus
    Ich habe festgestellt, dass nach all den Jahren mit Tramadol gar keine Wirkung mehr gegen die Schmerzen waren. Ich hatte immer Schmerzen, die auch Bewegungsbedingt immer stärker wurden. Nach einer 8 Tagen Entzug war ich auf Null und die Schmerzen waren auch weg. Wenn ich jetzt längeres Laufen vorhabe nehme ich Diclac, also Diclofenac, aber auf Rezept, die sind besser.
    Ich bin durch, ich kann dir jetzt schlaue Sprüche erzählen, aber es war ja nicht der erste Entzug in 25 Jahren. Z.Zt. gehts mir besser ohne Tramadol, mein Kopf ist wieder klar, ich erlebe intensiver, meine Psyche ist besser und ich hoffe, dass ich keinen Rückfall bekomme. Ich habe 2 Ärzte gehabt, ich weiß ich kann

    jederzeit wieder hingehen. Ich hoffe mein Wille ist stärker. Außerdem habe ich einen Partner, der froh ist das das alles vorbei ist, der passt obendrein auf.
    Ich wünsche dir alle Kraft der Welt.

  13. Hallo Ben
    Du hast doch doch schon einen Riiiiiiesenschritt geschafft. Sieh erstmal zu, dass du nicht wieder mehr nimmst, evtl. um deine Stimmung aufzubessern oder so. Irgenwann kommt dann vielleicht der letzte Klick im Kopf und du fragst dich, warum brauche ich diese paar eigentlich noch. Sinds Schmerzen oder Psyche, gehts auch ohne inzwischen?
    Bleib wenigstens auf dem Level wo du bist. Viel Glück

  14. Hallo Christel,

    Danke 🙂

    Den letzten „Klick im Kopf“ habe ich doch schon seit Jahren.
    Ich brauche diese „Tabletten“ nicht mehr, da ich mir sehr, sehr sicher bin, dass es schon laaange ohne diese geht! Ich suche schon lange eine Entzugsklinik. Jetzt hat mir ein Arzt die „Betty-Ford-klink“ empfohlen. Toll, 2 Wochen > 5000,- €

    Hallo Klaus,

    Danke!

    das liest sich aber nicht so schön bei Dir! Ich verstehe, wenn die Schmerzen wieder da sind, dass man da wieder steigert.

    Ich hatte nicht ganz verständlich geschrieben: die 100mg beziehen sich auf Morgens 50mg und Abends 50 mg. Weiter runter geht es leider nicht mit Retard-Tabletten.

    Ich war sogar schon beim Hersteller dieser Tabletten. Da erhielt ich die Antwort:
    „Ja, wenn man die Tabletten über Jahre genommen hat, wird es scher wieder davon runter zu kommen!“ Klasse *wütend*

    Auch Dir weiterhin Alles Gute!

  15. Hallo Ben.
    In jedem Landeskrankenhaus kannst du einen verlängerten Entzug machen. Da kostet es nichts. Ist vielleicht nicht so komfortabel, aber du wirst auch psychologisch betreut.
    dort werden Drogenentzüge unter Experten gemacht. Informier dich mal.
    LG Christel

  16. Hallo Christel,

    Ich habe mir schon einige LKH hier in unserer Umgebung angeschaut auch auf diversen Bewertungsportalen nachgelesen.
    Da läuft einem der Schauer über den Rücken. Mehrbettzimmer, ein absolutes no go für mich!
    Ich war einmal in einer Migräneklinik auf 2 Bett-Zimmer und habe dort „gemeyert“,
    das war schon krass!
    Bin ja bereit dazu zu zahlen, aber abzocken lassen, Nein.
    Einen guten Arzt bzw. KH zu finden gleicht heuer schon einem 6er im Lotto 😉

  17. Hi Ben,

    Du sprichst mir mit Deinem letzten Satz aus dem Herzen.
    Ich habe auch erst nach über zwei Dutzend Ärzten den Richtigen gefunden, der auch die richtige Diagnose erstellte. Gott sei Dank mußte ich Tramal nicht allzu lange einnehmen und konnte es auch gut wieder absetzen.
    Ich drücke Dir und allen Anderen die Daumen, dass es doch noch bei Euch klappen mag.

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